Familienmusical „Struwwelpit“ besucht die MPS

„Das war total super!“, ruft Johanna aus der Klasse 4c und wirft ihren Pappteller in die Luft, um ihn sogleich wieder aufzufangen. Das Familienmusical „Struwwelpit“, aufgeführt von Peter Grün und Ralf Ringsdorf, war zu Besuch an der Mittelpunktschule Goldener Grund in Selters. Sie bescherten dort den drei 4. Klassen 60 beeindruckende und unvergessliche Minuten.


Es handelt sich bei dem Stück Struwwelpit um ein musikalisches Bühnenstück, das auf dem Buch „Der Struwwelpeter“ von Heinrich Hoffmann basiert. Im Jahre 1844 war dieses Buch als Unterhaltung und Erziehungshilfe für Kinder gedacht. Peter Grün und Ralf Ringsdorf haben das Thema aktualisiert und weniger grausam gestaltet. Peter Grün ist für die musikalische Darbietung des Projekts zuständig, während Ralf Ringsdorf für spielerische Übergänge und interaktive Phasen im Stück sorgt. „Die meisten Kinder kennen den Struwwelpeter heute gar nicht mehr und haben dennoch Freude an dem Stück“, meint Peter Grün. Das stellten sie in ihrer abwechslungsreichen Show an der MPS unter Beweis und nur wenige Minuten nach Beginn der Vorführung waren alle Kinder und Lehrkräfte gefesselt bei der Sache.
Die beiden schafften es immer wieder, die Kinder miteinzubeziehen. Herausgegriffen wurde der Struwwelpeter, der bitterböse Friedrich, der fliegende Robert, der Suppenkasperl, der daumenlutschende Konrad und Paulinchen. Sehr gelungen war auch die Verknüpfung aller Personen in der Schlussszene. Durch beeindruckende Effekte u. a. mit Feuer, Seifenblasen, Jonglieren mit Tellern und eingängigen Songs, schafften es die Beiden durchgängig, die Schülerinnen und Schüler in ihren Bann zu ziehen. Sogar Autogramme mussten die Künstler aus dem heimischen Landkreis nach der Vorstellung geben und konnten im Anschluss selbst auch eine positive Resonanz ziehen. „Die Kinder waren toll und es hat uns richtig Spaß gemacht!“, meinte Peter Grün beim Abbauen während die Viertklässler singend in ihre Klasse zurückgingen und den Ohrwurm „Gucke mal, gucke mal, gucke mal, was ein Durcheinander…“ auf dem Schulhof sangen.