Unterricht an der MPS in Zeiten von Corona

Sehr ungewohnt ist derzeit alles an der Mittelpunktschule Goldener Grund in Selters. Sechs Wochen lang war die Schule geschlossen und nur wenige Gesichter gab es dort jeden Tag zu sehen. Schulleitung, Sekretärin, Hausmeister, Reinigungskräfte, einige Erzieherinnen und Lehrkräfte, die sich um einzelne Kinder in der Notbetreuung kümmerten. Dieses Bild prägte die Zeit bis zum 27. April, als mit den Abschlussklassen wieder etwas Leben an die MPS kam. Im Vorfeld gab es Einiges zu organisieren, um die gültigen Hygiene- und Abstandsregelungen einzuhalten. Michael Crecelius, der Schulhausverwalter, befestigte zahlreiche zusätzliche Desinfektionsspender, bereitete die größten Räume der Schule mit weit auseinanderstehenden Einzeltischen vor. Im Gemeinschaftsraum, dem Musikraum und im neuen Anbau werden seitdem die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen unterrichtet. Sie sind auf drei Gruppen aufgeteilt worden, um eine Gruppengröße von 15 nicht zu überschreiten. Der Landkreis als Schulträger lieferte Mund-Nasen-Schutz, welcher vor Schulbeginn verteilt wurde. Ein neuer Stundenplan bestehend aus Deutsch, Mathematik, Englisch und Förderunterricht für jeden Zehntklässler wurde von der Schulleitung erstellt und soll die Jugendlichen intensiv auf die Abschlussprüfungen vom 25. bis 29. Mai vorbereiten.  Versetzte Pausenzeiten wurden festgelegt, um die Anzahl der Kinder zu reduzieren, die sich gleichzeitig auf den Pausenhöfen befinden. Hinweisschilder, dass ein Abstand einzuhalten ist, hat Sekretärin Heike Willert im gesamten Gebäude verteilt. Während sich die Regeln mit der überschaubaren Anzahl der Schüler und Lehrkräfte noch gut umsetzen lassen, braucht es für die weitere Öffnung der Schule derzeit viel Planung. Doch das Team der MPS arbeitet an Konzepten und Maßnahmen, um den Unterricht an einzelnen Tagen für alle Kinder in dieser herausfordernden Zeit zu ermöglichen. Wie die meisten Kinder können es auch die Lehrkräfte, die derzeit noch im Fernunterricht sind, kaum erwarten, ihre Klassen wieder persönlich in der Schule begrüßen zu können, wenn auch nur an einzelnen Tagen und mindestens in zwei Gruppen aufgeteilt.