Die Neugestaltung begann im letzten Jahr mit einem riesigen Bautag, an dem mehr als 120 Personen beteiligt waren. Damals war so viel Manpower vorhanden, dass man bereits mit der Vorarbeit für den 2. Teil beginnen konnte.

Dieser wurde am Samstag angegangen, nachdem wieder genügend Gelder gesammelt worden waren. Geplant ist die Neugestaltung des Atriums, das Platz für ein Klassenzimmer im Freien, eine Fläche für Klassenfeiern, eine Ruhezone und Hochbeete enthalten soll. Die Hauptlast der Arbeiten wird vom Bauhof übernommen, der schon in den Startlöchern steht und die Schule schon oft mit seinem Können unterstützt hat, was dem Bürgermeister Bernd Hartmann zu verdanken ist, der zu hundert Prozent hinter seiner Schule steht.

Schulleiter Heiko Last ist voller Vorfreude: „Viele Eltern unserer Schülerinnen und Schüler gingen einst selbst auf unsere MPS und berichten immer wieder, dass diese tolle Fläche bisher nie genutzt wurde. Das soll sich nun ändern.“ Ideen gibt es viele. So soll bis zum nächsten Sommer noch ein weiteres Klassenzimmer im Freien entstehen und wenn alles gut geht, dann kommt ein drittes Klassenzimmer unter den Streuobstbäumen dazu. Die 30000 Quadratmeter Fläche der Schule im Grünen bieten unglaubliche Möglichkeiten.

Der Startschuss ist gegeben, bei Regen und Kälte war harte Arbeit gefordert, als man die alten Steinplatten entfernen und entsorgen musste. Die Arbeit war sehr anstrengend, deswegen hat man die Schülerinnen und Schüler nicht mit eingebunden, aber gerne die Hilfe der Eltern in Anspruch genommen, die tatkräftig unterstützt haben. Die Schülerinnen und Schüler freuen sich schon auf das neue Atrium, weil es vielfältig genutzt werden kann und mit Sicherheit ein Raum für viele schöne Stunden werden wird. Am Tag der offenen Tür, 26.11.2016, wird es noch eine Baustelle sein, aber das Ziel ist es, dass im Frühjahr die Fläche voll genutzt werden kann.

Schon zum 5. Mal fand in diesem Jahr die beliebte Englandfahrt der Mittelpunktschule Goldener Grund in Selters statt. Bei strahlendem Sonnenschein erkundeten 38 Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Jahrgangsstufe die englische Ostküste, besichtigten Dover Castle und die liebenswerten Küstenstädtchen Whitstable und Broadstairs. Auch eine Tagesfahrt nach London durfte natürlich nicht fehlen. Untergebracht waren die Teilnehmer in Gastfamilien, sodass sie viel Gelegenheit hatten, die englische Sprache und Lebensweise kennen zu lernen.

 

„Ich kann schon selber lesen!“, ruft ein Mädchen. „Ich nehme das Buch mit in den Urlaub!“, freut sich ein anderes Kind. Die rund 60 Kinder aus den ersten Klassen der Mittelpunktschule Goldener Grund schauen neugierig in ihre Lesetaschen, die sie zu Beginn der Herbstferien erhalten. Die drei Klassenlehrerinnen Catherine Hankel, Ivonne Köhler und Annette Schreiber überreichen die „Lesestartsets“ an die Schülerinnen und Schüler, die gerade dabei sind das Lesen zu lernen. So spricht das Buch Erstleser und deren Eltern an, da die Schrift wechselt zwischen kindgerechter größerer Schrift und kleinerer Schrift für Erwachsene. Zudem enthält es Bilder, Rätsel und Gedichte. Neben einem Buch befindet sich auch eine mehrsprachige Broschüre für die Eltern in der Tasche, die zum Vorlesen anregen soll. Das Bundeministerium für Bildung und Forschung und die Stiftung Lesen ermöglichen diese Aktion für interessierte Grundschulen. Bianca Flauger als Leiterin der Grundschule begrüßt diese Maßnahme, da sie den Leseschwerpunkt der MPS und die Bedeutung des Lesens betont. Die Lehrerinnen wünschen den Mädchen und Jungen viel Freude beim Vorlesen und Selberlesen in den Herbstferien. Gerade im Herbst und Winter kann man es sich mit einem Buch so richtig gemütlich machen…

Stefanie Boyd, 30, aus Red Deer in Alberta/Kanada ist begeistert: „The students are nearly the same – but there are so many differences!“ (Die Schüler sind ähnlich, aber es gibt so viele Unterschiede!). Das ist einer der vielen Gründe, warum sie und Nora Bauer, 35 und Lehrerin in der Mittelpunktschule, an dem deutsch-kanadischen Lehreraustausch teilnehmen.

Für sieben Tage besucht S. Boyd die Schule, hospitiert im Unterricht in verschiedenen Klassen und erklärt den Schülern, was das Besondere an Kanada ist – die Landschaft, die Tiere, Eishockey – natürlich auf Englisch! Neben dem Englischunterricht ist die Sport-, Mathe- und Naturwissenschaftslehrerin interessiert, die Arbeit Ihrer deutschen Kollegen kennenzulernen. Im Gegenzug wird N. Bauer im Oktober ihre Schule in Sylvan Lake besuchen – eine Mittelschule mit etwa 500 Schülern.

In der Freizeit sind eine Menge an Besichtigungen geplant, denn auch landeskundliche Weiterbildung ist Teil des Austauschprogramms. S. Boyd ist froh, in einer ländlichen Gegend untergebracht zu sein, denn sie liebt die Natur und auch Limburg mit seinen Fachwerkhäusern hat es ihr angetan, denn so etwas findet man in Kanada nicht… „Trotz der kurzen Zeit von 7 Tagen, habe ich so viel gelernt und gesehen; ich freue mich, wenn ich meiner Partnerin meine Schule und Heimat zeigen kann.“